Comeback der Innenstadt?

Shownotes

Leerstände, Parkplätze, Onlinehandel: Die Diskussion über unsere Innenstädte dreht sich häufig um Probleme. Die neue Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 zeigt aber auch eine erfreuliche Entwicklung. 44,2 Prozent der Befragten geben ihrer Innenstadt eine gute oder sehr gute Note – 2022 waren es noch 31,7 Prozent. Und 83,3 Prozent wollen sie künftig mindestens genauso häufig besuchen wie heute.

Ist das schon ein Comeback der Innenstadt? Darüber spricht Tobias Eschenbacher mit Roland Wölfel, Geschäftsführer und Partner der CIMA. Grundlage ist die bundesweite Befragung von mehr als 5.000 Menschen.

Im Mittelpunkt steht die Frage, was die Ergebnisse für die kommunale Praxis bedeuten – besonders für kleine und mittlere Städte in Bayern. Einkaufen bleibt ein wichtiger Besuchsgrund. Gleichzeitig zählen gute Wege, Begegnung und die Möglichkeit, sich auch ohne Kaufabsicht gerne in der Stadt aufzuhalten.

Die Themen dieser Folge:

  • Was sich seit 2022 verändert hat und wie belastbar die Anzeichen eines Comebacks sind
  • Wie Einzelhandel, Gastronomie und andere Besuchsanlässe zusammenspielen
  • Welche Rolle Auto, ÖPNV, Radverkehr und kurze Fußwege übernehmen
  • Warum Toiletten, Sitzgelegenheiten, Grün und Sauberkeit so wichtig sind
  • Wie Kommunen mit Sicherheitsempfinden und unterschiedlichen Erfahrungen umgehen können
  • Was beim innerstädtischen Wohnen und bei Angeboten für verschiedene Generationen fehlt
  • Wo KI und City-Gutscheine einen konkreten Nutzen bieten können
  • Welche Schritte Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Gemeinderäte vor Ort angehen können

Die Studie liefert Anhaltspunkte, aber keine fertige Lösung für jede Stadt. Entscheidend bleibt: Wer kommt in die eigene Innenstadt, wer bleibt fern – und welche Hürden lassen sich konkret beseitigen?

Unser Gast: Roland Wölfel ist Geschäftsführer und Partner der CIMA Beratung + Management GmbH und gehört zur Projektleitung der Deutschlandstudie Innenstadt.

Studie und weitere Informationen: Deutschlandstudie Innenstadt 2026/27 beim CIMA Monitor

Die Studie wurde von der CIMA in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Deutschland und der Bundesvereinigung City- und Stadtmarketing Deutschland erstellt.

Transkript anzeigen

00:00:15: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des Kommunal-Podcasts Bayern.

00:00:19: Mein Name ist Tobias Eschenmacher.

00:00:21: Wenn wir über Innenstädte reden, sind die großen Themen schnell auf dem Tisch – leere Schaufenster, Parkplätze, Onlinehandel und Sicherheit.

00:00:30: Aber wie erleben die Menschen ihre Innenstadt eigentlich selbst?

00:00:34: Und hat sich in den vergangenen Jahren vielleicht mehr zum Guten verändert als wir oft annehmen?

00:00:39: Die neue Deutschlandstudie Innenstadt-Karriere-Ansage-Anhaltungen gibt darauf spannende Antworten.

00:00:45: Mehr als fünftausend Menschen wurden befragt.

00:00:47: Ihre Bewertungen fallen besser aus, als noch zwanzig-zweiundzwanzig.

00:00:51: Zugleich zeigen die Ergebnisse ziemlich konkret wo es weiter hakt – vom öffentliche Raum bis zum Wohnen!

00:00:58: In einer der letzten Folgen habe ich mit Christian Hörmann darüber gesprochen was Städte stark macht.

00:01:02: heute schauen wir genauer auf die Zahlen zu Gast des Roland Wölfel Geschäftsführer und Partner der ZIMA, die die Studie gemeinsam mit dem Handelsverband Deutschland und der Bundesvereinigung City & Stadtmarketing Deutschland erstellt hat.

00:01:15: Zur Transparenz ich arbeite inzwischen selbst bei der ZIMA.

00:01:18: Roland ist also auch ein Kollege von mir.

00:01:20: heute möchte ich mit ihm darüber sprechen was die Ergebnisse für Bürgermeisterinnen und Bürgemeister Gemeinderäte und die Menschen vor Ort bedeuten.

00:01:28: Hallo Roland schön dass du da bist.

00:01:31: Ja hallo guten Morgen.

00:01:32: schön das ich da sein darf

00:01:34: Ja, und wenn du vielleicht gleich zuvor einen Ergebnis nennen müsstest bei dem du vielleicht selber kurz gestutzt hast.

00:01:40: Welches wäre das?

00:01:42: Das Ergebnis wo ich wirklich gestutst habe im Positiven ist dass der Trend zurück zur Innenstadt sehr positiv ist, dass die Menschen wieder gerne in die Stadt gehen, dass sie häufiger in die stattgehen und dass wir weniger Menschen haben die mit den Gedanken spielen sich der Innenstadt abzukehren.

00:01:58: Das ist doch schon mal ein positiver Ausblick.

00:02:00: Also wenn wir so positiv starten, bin ich ja gespannt was jetzt im weiteren Gespräch noch passiert.

00:02:05: aber bevor wir in die Ergebnisse tiefer einsteigen, wen habt ihr denn eigentlich befragt und was erfahren wir dadurch über Innenstädte?

00:02:12: Was eine reine Bezugerzählung vielleicht nicht zeigen kann?

00:02:16: Als werden bundesweiterpräsentativ alle Bürger ab sechzehn befragt.

00:02:20: Wir befragen nicht nur in der Innenstadt, sondern wir befragen auch die Bürger, die die Innenstadt nicht besuchen.

00:02:26: Die erreichen wir damit auch und das ist wichtig gegenüber eben einer reinen Innenstadtbefragung.

00:02:30: wenn du nur die Personen nimmst, dann nimmste die ja eh schon da sind und die die nicht kommen, die vielleicht zurückgewinnen wollen, die erreichen wir jetzt damit nicht.

00:02:37: In

00:02:37: den Jahren im Jahr zwanzig zweiundzwanzig gab knapp ein Drittel der Befragten eine Eins oder Zwei?

00:02:42: Jetzt sind es vierundvierzig Prozent.

00:02:44: Ist das für dich schon ein Comeback oder zunächst einfach ne bessere Stimmung?

00:02:49: Also es ist, nachdem die Bestimmung in der Gesellschaft aktuell ja durchaus nicht sehr positiv ist.

00:02:54: Ich glaube schon ein Comeback und es zeigt auch für mich dass die vielen Initiativen, die in den letzten zwei Jahren gestartet wurden also ob jetzt Sitzprogramme oder Bayerische Programme, ob Wirtschaftsministerium vom unserem Bauministerium alle haben sich bemüht die Innenstädte aufzuwerten Auch die Ortszentren.

00:03:10: da ist viel passiert Und das ist wohl bei der Bevölkerung jetzt auch angekommen.

00:03:14: Das glaube ich ist eine gute Politik Dass die Bevölkerung auch direkt spürt vor Ort A Jetzt ist ein Platz verschönert, jetzt wird eine wissliche Verkehrsituation aufgelöst und das kommt an.

00:03:25: Ich habe ja in die Zahlen reingeschaut und auch da sieht man dass eighty drei Prozent künftig mindestens genauso häufig in ihre Innenstadt kommen.

00:03:35: zugleich bleibt aber euer Besuchsalto negativ in der Studie.

00:03:40: Wie passen denn diese beiden Aussagen zusammen?

00:03:43: Also es ist eine Trendumkehr.

00:03:45: Wir sind noch nicht am Ziel, dass die Besucherzahlen wachsen aber wir haben bisher einen Verlustrisiko von zwanzig Prozent, zwei tausend zweieinzwanzig und von fünfundzwanziger Prozent.

00:03:57: Und jetzt sind nur noch bei fünf Prozent.

00:03:59: das heißt wir haben uns um zwanzich Prozent verbessert.

00:04:02: Aber es zeigt eben auch Es gibt immer noch mehr Menschen mit dem Gedanken spielen weniger in die Stadt zu gehen als häufige und daran müssen wir arbeiten.

00:04:10: Ich habe ja selber das auch miterlebt, wie es bei uns war in der Transformation von der Innenstadt.

00:04:16: Und es war ja immer das Thema ein mehrkantiles Zentrum zu gestalten.

00:04:22: Das heißt, der Handel stand immer im Fokus da hat sich aber doch auch ein bisschen was verändert oder so?

00:04:28: In der Studie stehen jetzt fünfundsechzig, sechs Prozent die das Einkaufen als Besuchsgrund nennen.

00:04:34: Aber gleichzeitig kommen wir viele zum Bummeln oder in die Gastronomie.

00:04:38: Welche Rolle hat denn der Handel heute im Zusammenspiel dieser Angebot und wie hat sich dann das im Laufe der Zeit verändert?

00:04:45: Also, der Handl hat nach wie vor eine sehr steige auch die steigste Rolle aber die Bedeutung hat über die Jahre leicht abgenommen zu Gunsten eben anderer Funktionen.

00:04:56: man will sich treffen Man geht in die gastronomie man geht wieder in die Stadt.

00:05:01: nicht nur zum Einkaufen ist vielleicht hier ne wichtige Aussage Und wir brauchen halt zusätzliche Aspekte, Besuchsanlässe die einfach in der Stadt locken.

00:05:10: Der Handel allein kann es nicht richten sondern er muss flankiert werden von anderen Maßnahmen und das zeigt sich auch in den Ergebnissen dass eben andere Bereiche an Bedeutung gewinnen.

00:05:19: besonders spannend ist dass das Thema bummeln und einfach mal in die Stadt gehen Leute treffen in den letzten Jahren zunehmend an Beteutung Gewonnen hat gegenüber den reinen versorgungsbezogenen Aspekten.

00:05:31: also ich gehe zum Einkaufen oder ich geh zum Essen Und das ist so dieser menschliche gesellschaftspolitische Aspekt, der an Bedeutung gewinnt und ich glaube es tut auch der Gesellschaft gut.

00:05:43: Was könnte denn da die Politik machen?

00:05:45: Also ich habe jetzt eben auch gelesen in der Studie, dass fast siebzig Prozent von denen, die sagen wir für die Arbeit oder die Ausbildung in die Stadt kommen.

00:05:54: Die verbinden das dann häufig oder sogar eigentlich immer mit Einkäufen.

00:05:59: und da ist natürlich die Frage was können die Kommunen machen um solche Verbindungen gezielt zu erleichtern.

00:06:06: Das ist eine Situation.

00:06:08: Wir hatten ja vor fünfzehn Jahren so eine Situation, das war die Rathäuser raus und Verwaltungszentren außerhalb der Innenstädte gebaut haben.

00:06:17: Das ist Gott sei Dank nicht mehr so, da sind Umdenken da.

00:06:20: das heißt wir müssen die Arbeitsplätze sowohl seitens der Verwaltung der öffentlichen Hand in den Innenstätten halten Und für Büros sind die Innenstädte natürlich besonders spannend.

00:06:29: Also ein Frankfurt-Niederrat versucht gerade, das war ein reiner Bürostandort andere Lebensumwelten auch zu schaffen also Versorgungseinrichtungen dorthin zu kriegen.

00:06:38: so eine monostrukturelle Situation.

00:06:40: Das haben wir in den Stadt nicht dass immer nicht monostrukturiert sondern wir müssen die Funktion arbeiten in der Innenstadt stärken und jeder der in der innerstadt arbeitet weiß ja wie angenehmes ist wenn ich in der mittagspause mal in die stadt rausgehe mich kurz ins cafe setze oder schnell was besorge.

00:06:54: das heißt diese koppel Aktivitäten können wir dadurch auch gezielt unterstützen.

00:07:00: Die Stadt Wangen macht es seit Jahrzehnten konsequent, indem sie in Häusern zum Teil auch dezentral Verwaltung platziert und tut damit ihre Innenstadt mit Sicherheit einen sehr guten Dienst und auch der Belebung der Innenstadt ein guter Dienst.

00:07:13: Ihr habt ja in der Studie die Besuchsgründe auch praktisch grafisch aufgebaut und da sieht man dass der Handel immer noch der Hauptbesuchgrund ist Aber dass die anderen Besuchsgründe, sag ich mal aufholen und es nicht mehr so einen ganz abgeschlagenen zweiten Platz gibt.

00:07:31: Also als Stelle Nummer zwei steht schon, glaube ich, die Gastronomie.

00:07:36: Und jetzt hat man praktisch eine Nutzungsmischung.

00:07:38: Was sind das eigentlich noch für Themen?

00:07:40: Die man vielleicht gar nicht einmal vermuten würde aber die eigentlich für die Innenstadt sehr relevant sind und wo man vielleicht als politischer Entscheidungsträger hinarbeiten könnte diesen Aspekt zu stärken?

00:07:53: Also ein paar Themen neben dem Treffen und den gesellschaftlichen Aspekt, wo man dafür sorgen muss dass auch im Stadtraum Möglichkeiten bestehen.

00:08:00: Schöne Plätze, Bänke, Aufenthaltsbereiche wo man sich treffen kann mit- und ohne Konsum.

00:08:06: Man holt sich manchmal was jetzt sich wohin was öffentlicher Raum ist oder man setzt sich direkt ins Kaffee.

00:08:11: Und dann ist es halt wichtig dass wir die Innenstadt auch Zielgruppen orientiert, hinsichtlich ihren Angeboten aufbauen.

00:08:17: Die älteren Menschen der demografische Wandel bringen damit sich, dass die Gesundheitswirtschaft zusätzliche Nachfrage erfährt vom Physio über Ärzte über andere Dienstleister und Gesundheitsangebote und das wird sie halt auch in der Innenstadt lokalisieren.

00:08:35: Damit hast du auch wieder einen zusätzlichen Ansatzpunkt und für die Jugendlichen ist es wichtig, in vielen Städten, das eben auch so Sportangebote etc.

00:08:45: In der Innenstadt Fitnessgeräte.

00:08:48: Man sieht ja in den Großstädten viele Leute die durch die Städte joggen wo ich mir immer denke als Landei kann man da gut laufen wenn es so viel Abgase sind.

00:08:56: aber natürlich die Innenstädte sind mittlerweile viel sauberer und dort an seinen Frühsport in der Innen Stadt zu machen den Wald zu müssen ist sicherlich auch eine gute Option, weil du auch wieder da die kurzen Distanzen hast.

00:09:07: Du musst nicht ins Auto steigen, fährst raus zum Drümmtich-Pfad und steigst dann wieder aus und fängst zur Laufen an, sondern du gehst aus der Wohnung raus und fangst direkt mit deinem Fitnessprogramm am Morgen an!

00:09:17: Das bringen wir eigentlich zu einem nächsten Themenblock, den ich interessieren würde.

00:09:20: Du hast gesagt, kurze Distanzen, vielleicht das Thema auch Erreichbarkeit und da entstehen ja sofort auch Reflexe.

00:09:28: Also so als erstes was man hier herausgelesen hat dass mehr die Hälfte der Bevölkerung sozusagen ihre Innenstadt in weniger als fünfzehn Minuten erreicht.

00:09:39: also Das ist ja die Stadt der kurzen Wege oder fünfzehn Minuten statt, gehen wir auch.

00:09:45: Was macht denn das gerade so wichtig für Mittelstädte?

00:09:50: Für Mittelstätte ist es glaube ich wichtig da diese Fußläufige und halt auch... Rad-Erreichbarkeit sehr gut auszubauen.

00:09:58: Gerade durch die Entwicklung der E-Bikes ist es sehr menschenmöglich, wieder mit dem Fahrrad auch bei topografisch schwierigen Städten – wenn ich an Neubeganter Donau denke oder an Traumstein mit Unterstadt und Oberstadt einfach auch die Gut zu erschließen mit Nahmobilität und mit dem Umweltverbund.

00:10:13: Und da müssen wir die Infrastruktur schaffen dann wird das auch genutzt.

00:10:16: Wenn der Binnenverkehr quasi auf diese Verkehrsmittel zufußt und mit den Rad erreicht werden kann, Platz auf den Straßen und auf den Bikeplätzen für die Bevölkerung vom Land, die vielleicht einen schlechten ÖPNV Anschluss hat.

00:10:30: Und da sehen wir auch einen deutlichen Unterschied, dass die ländliche Bevölkerung doch zu zwei Dritteln mit dem PKW-Minimum kommt.

00:10:38: Ab Stadt Umland kippt eigentlich das System zur Kunst des Umweltverbundes.

00:10:42: wenn bei ÖPNVA Radverkehr und Fußverkehr in einem zusammenzählen dann haben sie klar den größeren Anteil an Innenstadt besuchen Und das ist schon eine Chance, wo wir daran arbeiten können.

00:10:53: So dass wir einfach durch gute Angebote auch Freiraum für die Angebote schaffen, die bisher für die Städte eher negativ diskutiert wurden, sprich der PKW-Verkehr.

00:11:03: da wird spannend mit Immobilität.

00:11:05: Die ist jetzt erst mal weniger emissions trächtig aber sie braucht auch Platz.

00:11:10: wie wir damit klug umgehen Das wird nochmal eine spannende Aufgabe so in den nächsten fünf bis zehn Jahren unseren Stellen noch

00:11:16: Du hast es gerade gesagt, zwei Drittel auf dem Land nutzen das Auto.

00:11:21: Sobald ich das gelesen habe ist es insgesamt ein Drittel und damit ist das Auto eigentlich schon eines der wichtigsten Einzelnenverkehrsmitteln.

00:11:30: Und da ist natürlich die Frage was Antwortest du jetzt den Bürgermeister?

00:11:36: Der sagt ja ohne Parkplatz vor dem Laden kommt bei uns niemand mehr.

00:11:40: Ja wir sehen ja dass die besten Lagen und die teuersten Lager sind ja die, wo die Pipeless nicht vor dem Laden sind sondern vielleicht hinter dem Laden so dass vor dem laden ein schöner öffentlicher Raum ist.

00:11:51: Und man muss schon nah rankommen es muss auch bequem sein.

00:11:56: Man muss auch willkommen sein und darf sich nicht ausgesperrt fühlen als Kunde dann fährt man woanders hin.

00:12:01: das hat auch immer was mit Emotion zu tun und von daher muss ich eben genau hinschauen.

00:12:05: und des Verkehrsthemen ist glaube ich das was wir sehr stadtspezifisch immer betrachten Helfen keine Pauschal-Debatten und keine Grundsatzdebatten, sondern muss ich genau schauen.

00:12:14: Wie ist mein Raum probiert?

00:12:15: Wo habe ich Möglichkeit einfach Abkürzungen zu ermöglichen für Fußgänger?

00:12:19: Oft wurden Gassen früher geschlossen.

00:12:21: Früher war die Städte total durchlässig mit vielen Seitengassen, wo du dann von der A-Lage in die B-Lange kamst.

00:12:27: Die wurden dann zugebaut.

00:12:29: Wo kann ich da wieder öffnen?

00:12:30: Wie kann ich Radverkehr und Autoverkehr gut und sicher gemeinsam passieren lassen?

00:12:36: denn für beide erreicht oft der Platz auch nicht den unseren historischen Engenstätten.

00:12:40: Aber da ist viel möglich und in dem Moment, wo ich den Binnenverkehr, der ja doch ein Großteil ausmacht.

00:12:46: Hier Verlagertkrieg habe ich mit dem Rest eigentlich keinen größeren Stress mehr.

00:12:50: also das so.

00:12:51: aber es ist ein Prozess und es ist auch eine Mammutaufgabe.

00:12:54: Das geht nicht von heute auf morgen indem ich einfach mal sage ich sperre jetzt schnell drei Straßen und dann ist alles besser.

00:13:00: Das muss man schon sehr gut abstufen in den Verfahren auf.

00:13:07: Ja, ich kenne sie auch bei uns aus dem Prozess.

00:13:10: Das heißt letzten Endes schaut mal wie kann man möglicherweise den Autoverkehr zumindest, du hast es gesagt vor der Tür wegbekommen wenn man hinten dran sozusagen Alternativen hat?

00:13:22: und das Ziel von dem Ganzen war ja eigentlich so eine Erhöhung der Aufenthaltsqualität im Alltag.

00:13:28: Und da habe ich jetzt eben auch aus der Studie gelesen zu dem Thema Aufenthalt Qualität Das größte Handlungsbedarf liegt bei den öffentlichen Toiletten mit neununddreißig Komma vier Prozent ganz vorne Sauberkeit, Sitzgelegenheiten natürlich grün und gute Fußwege.

00:13:47: Das ist alles zusammen rund neunzehnt Prozent der Leute wichtig.

00:13:51: Warum gehen solche Grundlagen in großen Innenstadt-Stategien manchmal so leicht unter?

00:13:57: Ja, weil wir zu schnell nur auf, sagen wir mal, am gelernten Innenstadt Handelversagen im Fußgängerzone.

00:14:04: Das waren monostrukturelle Bereiche und das müssen wir aufweiten.

00:14:08: und wir sehen ja auch dass das Thema Wohnen eine hohe Korrespondenz hat zur Zufriedenheit mit der Innenstadt.

00:14:13: Es war für mich auch ein richtig neues Ergebnis, dass die Menschen, die eine hohen Wohnzufriedenheiten haben, wo das Wohnumfeld stimmt und senkt er mir diesen Faktor zusammen, den du gerade genannt hast, dass sie auch gerne ihre Innenstadt besuchen.

00:14:26: Und die, bei denen es zu Hause schlecht ist, gehen dann auch nicht in eine schöne Innenstadt.

00:14:31: Man sollte meinen, da geht auf wenigstens raus wenn deine Bude schon nicht in Ordnung ist, dann gehen jetzt schönen öffentlichen Raum.

00:14:36: so ist es leider nicht sondern die liegen sich dann komplett ein.

00:14:39: das heißt das Thema Wohnzufriedenheit und Zufriedenheiten der Innenstadt hat eine ganz hohe Verbindung und dass es wieder eine Herausforderung für uns als Kommunen da auch einen Augenmerk darauf haben.

00:14:53: Und das Thema fünfzehn Minuten statt heißt ja auch, dass unheimlich viel aus dem Nahbereich kommt.

00:15:00: Das heißt, dass wir nicht auf Einzugsgebiete schälen die siebzig-achtzig Kilometer weit sind was er früher bei Oberzentren gemacht hat sondern dass war eher den engeren Radius wählt aber damit eine intensifere Bindung zum Kunden und zum Gast aufbaut.

00:15:15: also da sind auch so Faktoren wo sich die Systeme verändern Und das heißt im Inkerschluss auch gerade für den Lebensmittelhandel, der ja ein starker Anker auch für die Innenstadt ist.

00:15:25: Was früher nicht so war, da kam er wieder zurück in die Innenstädte.

00:15:28: Wir hatten ja mal eine Zeit, da waren es reine Mode Meilen.

00:15:31: Da hat man einen Mode Label neben dem anderen und jetzt haben wir Gott sei Dank wieder Lebensmittel rein gemischt, die Frequenz bringen und damit halt auch eine Grundversorgung.

00:15:39: Das heißt etwas kleinere Quartiere rund um Versorgung und hast damit ja auch weniger Wege.

00:15:45: denn wenn ich auf kürzeren Wege die Hauptversorgungs Elemente, was Lebensmittel ja im Wesentlichen auch sind.

00:15:51: Erreiche dann reduziere ich schon Verkehr ohne dass sich verkehrspolitisch eingreifen muss?

00:15:58: Ein Punkt der in der Studie aufgetaucht ist, der glaube ich früher gar nicht mehr so die also so stark die Rolle gespielt hat das Thema Sicherheit.

00:16:08: Ich habe jetzt eben da auch gelesen, dass über die Hälfte sich allgemeinen ihrer Innenstadt sicher fühlen Aber bei den Menschen, die seltener kommen sind es nur ungefähr ein Drittel.

00:16:19: Und da ist natürlich die Frage... also daraus könnte man ja erschließen dass vielleicht die Innenstadt sogar besser ist als ihr Ruf oder vielleicht bleiben die Menschen gerade wegen ihrer Erfahrungen weg?

00:16:29: Oder kannst du das näher erläutern?

00:16:32: Also die, die es nutzen, die sind's dadurch gewohnt Und da wird kennen Sie die Situationen auch, also das kann jetzt die Angst sein vom Unbekannten.

00:16:42: Ich glaube aber auch dass diese Sicherheitsdebatte insofern überhöht ist weil sie eben medial wenn Menschen sich die Städte nicht besuchen ist nicht erleben.

00:16:51: Wenn man heute schaut was in den sozialen Medien im Kontext Sicherheit kommuniziert wird dann werden da Szenarien kommuniziert wo wir wirklich Angst haben könnte wenn das so wäre wie das Überhöht dargestellt passiert.

00:17:04: Und von daher ist natürlich der Rat an die Bevölkerung.

00:17:07: Schaut selbst hin, schaut euch die Städte an geht rein und dann merkt ihr schon dass die Stände extrem sicher sind das extrem gute Hauptinhaltssituationen ist.

00:17:18: Dann werden wir auch beim Sicherheitsempfinden beim Unwohlsein ja auch gefragt wie es da Und da war ja das Thema alkoholisierte Personen für aggressive Verhaltensweisen.

00:17:28: Das waren so Aspekte dunkle, schlechteinsehbare Orte.

00:17:31: Das sind die drei Hauptpunkte, die zu einem Unwohlsein was auch in Unsicherheit münden kann führen und da können wir schon daran arbeiten wobei ich jetzt nicht sehe wie die Bahn im privaten Bereich die schließt jetzt Alkohol genuss Im Bahnhöfen aus reagiert damit auf diese Situation, dass das Unwohlsein passiert wie wir es in den Städten machen.

00:17:56: Da müssen noch mal richtig im Diskurs gehen, dass wir das auch sozusagen als sozial Ausgebogen auch machen.

00:18:02: Das wird doch eine spannende Herausforderung.

00:18:04: Aber das heißt praktisch theoretisch könnte ich dann als Bürgermeister als Stadt auch dazu beitragen, indem ich zum Beispiel Beleuchtung nochmal überprüfe und so.

00:18:16: Da geht es ja auch um die Gefühltessicherheit.

00:18:19: also dass ich sage ich fühl mich einfach irgendwo sicherer wenn ich einen ausgeleuchteten Bereich habe oder?

00:18:25: Ja definitiv.

00:18:26: Also es hat viel mit Gefühl zu tun.

00:18:28: statt ist das Gefühl Das ist ja nicht rational.

00:18:33: Wir können die Menschen auch nicht mit Zahlen überzeugen, das sehen wir in den neuen Bundesländern.

00:18:37: Wenn die Angst vor Ausländern dort am größten oder Anteil am geringsten ist, dann zeigt es eigentlich dieses Paradoxon und das haben wir hier im übertragener Sinne vielleicht auch.

00:18:48: Einsehbare Orte war bei der Frage nach KI.

00:18:51: also wenn Beleuchtung überall automatisch angeht wo du gerade bist fühlst dich deutlich sicherer Und da kann man schon als Stadt einiges tun.

00:19:01: und dann glaube ich, in dem Moment wo die Stadt belebt ist.

00:19:03: Wo viele Menschen da sind, fühlen sie sich ja auch sicher?

00:19:07: Dann kommen die anderen Probleme gar nicht so zum Vorschein weil von der Gemeinschaft aufgefangen werden von großen Frequenzen.

00:19:16: Das ist auch so ein Punkt den man glaube ich beachten muss und Aufenthalt ermöglichen.

00:19:22: Da hat es noch mal die Toiletten angesprochen.

00:19:24: das Phänomen oder das Thema ist nicht neu Aber es bedarf immer noch einer Behandlung und was dazukommt sind halt die Sitzgelegenheit gerade für ältere Menschen.

00:19:33: Man sagt ja, sie brauchen alle zwei bis dreihundert Meter die Möglichkeit sich ausruhen zu können.

00:19:38: Und damit Sie sich nicht auf Ihren Rollator setzen müssen ist es natürlich klug hier Bänke um Möglichkeiten zu schaffen am besten auch mit so einer Sitzhöhe dass sie auch leicht wieder hochkommen.

00:19:49: also da müssen wir unsere Innenstädte auch demografietauglich machen und das heißt Wir müssen eben die unterschiedlichen Zielgruppen immer im Blick haben und schauen, decken wir alle ab.

00:19:59: Weil die Innenstadt halt auch für alle Generationen ja Anziehungsort- und Austauschorts sein soll und ist.

00:20:06: Ja das ist ganz spannend weil ich habe da eben auch jetzt raus gelesen dass die Gastronomie und der Handel eben vergleichsweise gut abschneiden aber Angebote für ältere wie du es gesagt hast aber auch für Jugendliche deutlich schlechter abschleiten.

00:20:19: Wen haben wir denn vielleicht bei der Innenstadtentwicklung bisher zu wenig im Blick?

00:20:24: Also ich glaube Zum einen in die Älteren und dann insbesondere die Kinder.

00:20:30: Die Jugendlichen, die wissen sich irgendwo zu helfen.

00:20:32: Das sind da Agil und alles.

00:20:35: aber das sind die, die wir besonders brauchen.

00:20:37: also wir hatten schon vor, ich glaube neunzeigundseixundneinzig haben wir das erste Zimmer direkt wo es darum ging Spielplätze in die Cities zu gehen.

00:20:47: Und wenn man sieht wo wir wirklich Spiel- und Aufenthaltsplätze in den Cities haben, dann ist es nach wie vor höchst selten.

00:20:53: Wir erleben's dort, wo diese Brunnen, Springbrunnenanlagen sind, diese Fontänenanlage am Boden, wie da die Kinder sich treffen, wie der Spaß ist, wie die Eltern ganz beruhigt am Rand im Café sitzen können oder ihren Cappuccino trinken können oder eben auf einer Bank und das genießen können, dass die Kinder da einfach rumtoben mitten am Marktplatz, weil eben solche Wasservontänen dort sind.

00:21:19: und solche Möglichkeiten müssen wir mehr schaffen.

00:21:22: Inseln des Vergnügungsinseln für Kinder Ruhemöglichkeiten für Ältere und die sind ja auch froh, wenn sie den Kindern zuschauen können.

00:21:32: Es ist ein Senior am besten besser als eine Übung irgendwie mit dem Therapeuten, wenn Sie einfach dort sitzen und Kinderspielen sehen.

00:21:39: also da können wir auch was zum Thema Salop an die Demenzprogramme machen indem wir nur unsere Funktionsmischung hier auf Vordermann bringen und einfach da die mehr Generationen taugliche Stadt wirklich so abbilden dass das In der Mischung möglich ist und nicht separiert, dass dort das Altenheim mit dem Benken vorne dran ist.

00:22:00: Dass dort in der nächsten Ecke, wo gerade Platz war, der Spielplatz geschaffen wird.

00:22:04: Und in der Haupteinkaufsstraße ist eben nur Handel.

00:22:07: die Zeiten sind vorbei glaube ich.

00:22:09: Das hört sich eigentlich doch nach einem schönen Zukunftsbild auch an.

00:22:13: Die Innenstadt für alle städtebarliche Inklusionen.

00:22:18: Jeder soll sich in der Stadt wohlfühlen in seinem Zentrum.

00:22:21: Aber mich bringt es noch zu einem Punkt.

00:22:24: Ich würde gerne die schwächste Note der Deutschlands Studie verstehen, da geht's ums Wohnen.

00:22:31: Das Wohnungsangebot erhält mit drei Komma fünfundsebzig die schlechteste Note aller befragten Angebote.

00:22:38: Was steckt dahinter?

00:22:39: Sind es zu wenige Wohnungen, zu wo Preise ungeeignete Gründe sind?

00:22:42: oder wissen wir das vielleicht?

00:22:45: die Antwort auf diese Frage noch gar nicht.

00:22:47: Wir haben die jetzt das erste Mal gestellt und haben überhaupt diesen Zusammenhang identifiziert.

00:22:52: Mit Sicherheit ist die Antwort auch mit Beeinflusst von der aktuellen Diskussion ums Thema wohnen, also Wohnpreise, Wohnen muss man sich wieder leisten können.

00:23:05: Also es hat sicherlich einen Einfluss auf die Beantwortung dieser Frage.

00:23:09: Aber es ist ja schon so, dass in den Innenstädten halt auch das Thema barrierefreies Wohnen wichtig ist.

00:23:15: Wir haben auch gemerkt bei den Stressfaktoren die Menschen, die in der Innenstadt wohnen da war das Thema Hitze auffallend hoch.

00:23:23: wir haben heuer im Mai Juni befragt also wieder.

00:23:26: die Temperaturen waren wissen wir Aber man sieht, dass es auch eine Wirkung hat.

00:23:31: Das heißt wir müssen auch an dieses Thema ran statt Klima mit dem Bundesverband der Dach- und Wandbegrünung Kontakt aufgenommen in den Zuge unserer Stadtimpulse weil solche Player da aktiver noch mit einbinden müssen.

00:23:46: Wir müssen viele gute Initiativen aus der Nische rausholen und diese integrierte Gesamtentwicklung mit ein binden.

00:23:54: Und dann gibt ja zu jedem Thema auch eine Lösung.

00:23:58: oft ist das Problem und die Lösung irgendwie weiß nicht voneinander sozusagen.

00:24:04: Und das können wir damit glaube ich ganz gut abbilden, also daher glaube ich es wohnen so der nächste große Herausforderung.

00:24:10: Wir hatten jetzt mal weg von dem Monostrukturhandel zur Multifunktionalität haben Gastronomie, Straßengastronomie aufgebaut, am Aufenthaltsqualität geschaffen indem wir die Fußgängerzonen verschönert haben in dem man aus diesen reinen Rennmeilen rechtsaufenthalte Bereiche gemacht hat.

00:24:26: Dann haben wir es aufgeladen, indem wir zusätzliche Besuchsanlässe geschaffen haben.

00:24:29: Viele kleine Events.

00:24:31: Es wird wieder getanzt auf Plätzen.

00:24:34: Es gibt Vorlesungen, es gibt irgendwelche Kinder-Events also nicht einmal das große Stadtfest dann ist alles voll und dann ist wieder elf Monate nix los in der Stadt so nach dem Motto sondern das haben wir gut verteilt übers Jahr.

00:24:46: Und ich glaube jetzt müssen wir uns in diese Wohnqualität, Wohnumfeldsituationen reinarbeiten.

00:24:53: Und dann haben wir auch diese natürliche Entwicklung, die wir erleben.

00:24:55: Also früher war der Innenstadt die Versorgung statt.

00:24:59: Dann haben wir sie zur Erlebnis-Stadt entwickelt und jetzt müssen Sie zur Lebensstatt entwickeln.

00:25:03: Ich glaube das ist so die nächste Entwicklungsstufe und damit haben wir glaub ich für unsere Gesellschaft eine wichtige Funktion weil es sich dann auch gemischt sein muss.

00:25:12: Das ist auch beim Thema Wohnen natürlich.

00:25:14: Ist der Innen Stadt teurer als die Außenstadt?

00:25:17: Da haben wir da Sekretations- und sonstige Bewegungen.

00:25:19: also da müssen wir schauen dass die Mischung stimmt Und dann glaube ich, hat es eine unmittelbare Wirkung auch auf unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt.

00:25:25: Denn das wird auch häufig verkannt, dass das eine ganz massive Wirkung haben kann.

00:25:30: Sicher auch eine Herausforderung ist das vorhin mal kurz angeschnitten.

00:25:34: jetzt wenn man sagt was sind die nächsten spannenden Themen mit denen wir uns beschäftigen?

00:25:38: Ist das Thema KI?

00:25:40: Hat das überhaupt eine Auswirkungen auf die Innenstadt oder ist das überhaupt ein Thema oder wissen wir es einfach noch nicht?

00:25:44: Weil für mich habe ich eben raus gelesen bei einem KI-Einsatz grundsätzlich offen sind und weitere oder gute Prozent unter bestimmten Bedingungen.

00:25:56: Welche Bedingung muss eine Kommune ernst nehmen, bevor sie die nächste Anwendung einführt?

00:26:03: Also ich glaube, es muss halt verlässlich und sicher sein.

00:26:05: Denn das ist das was im Netz ja der große Fragezeichen ist.

00:26:09: Stichwort Fake News, stichwort Ich kaufe irgendwie Produkte wo's die Händler nicht gibt.

00:26:15: Naja, ich habe irgendwelche Überhöhungen drin oder... Und diese Fallen müssen wir schließen und das ist auch zum einen war ich er überrascht.

00:26:24: Achtzig Prozent stehen ja grundsätzlich der KI positiv gegenüber.

00:26:28: Das ist jetzt nicht wirklich typisch deutsch.

00:26:30: In der Regel sind wir da mehr zurückhaltend, aber in dem Moment wo eben das die KI an den Gewohnheiten ansetzt.

00:26:38: Das Leben leichter macht, bequemer macht und dann keine zusätzlichen Risiken mit sich bringt.

00:26:44: Dann glaube ich sind wir auf einem guten Weg und das ist natürlich die aktuelle Diskussion zeigt es ja spannend.

00:26:49: wie kann man hier jetzt im politischen einen Rahmen schaffen?

00:26:54: Und ich glaube man kann dadurch schaffen dass die Städte das Thema auch selbst in die Hand nehmen und sagen hier ist mein KI Chatboard, mein KI Agent.

00:27:06: Der hilft dir durch unsere Stadt und der Agent wird mit Informationen gefüttert, die von der Stadt quasi auch wirklich geprüft sind.

00:27:13: oder von der von der Stattgesellschaft kann man auch sagen es muss ja nicht eine Behörde sein Aber es muss eben was sein, was zum eigenen Lebensumfeld gehört und was eine gute Vertrauensbasis hat für die Bürgerinnen und Bürger.

00:27:28: Und dann glaube ich wird's funktionieren und das zieht sich auch schon seit sechs Jahren durch die Studie dass dem Menschen sich bei Informationen zurückziehen auf Quellen denen sie vertrauen.

00:27:38: Das ist in erster Linie der Bekannte oder Freund.

00:27:41: wenn Ich mich erkundige Dann sind Informationsquellen der eigenen Stadt der eigenen Stadtaktionsgemeinschaft, des eigenen Stadtmarketings und dann kommen erst Informationsquellen die ein bisschen anonymer sind.

00:27:55: Und ich denke so dieses Thema Vertrauen und Sicherheit ist halt gerade auch ein wichtiges Thema und das können wir als Stadt natürlich durch Austausch, durch Transparenz, durch Klarheit sehr gut bedienen.

00:28:09: Du hast ja auch gerade ein bisschen das Stadtmarketing, City-Marketing angesprochen.

00:28:14: Vielleicht ein Thema was die lokale Bindung angeht?

00:28:16: Ich kenne es auch aus Freising.

00:28:17: Wir hatten ja auch so einen Citygutschein eingeführt und da habe ich jetzt auch eben rausgelesen aus der Studie dass neunzehn Komma Vier Prozent diese City Gutscheine nutzen aber das Gut Die Hälfte ist überhaupt nicht kennt.

00:28:30: also unter den Nutzern sagen Aber zwei Drittel dass sie deshalb sogar häufiger kommen.

00:28:35: Also steckt ja hier eigentlich ein riesiges Potenzial auch drin, oder?

00:28:39: Genau.

00:28:39: Da steckt echten Potentialen.

00:28:41: Das heißt wir müssen mehr darüber informieren.

00:28:43: Wir müssen mehr Marketing dafür machen und den Leuten das näher bringen weil die das nutzen finden sie super und kommen häufiger.

00:28:50: also das bewirkt genau das was man damit beabsichtigen.

00:28:53: aber wie du schon sagst Es wissen zu wenig darüber Bescheid und das ist als ein lokales Bindungsinstrument.

00:29:00: Das kann man dann wieder über Stadtidentität, indem ich es einbinde beim Freibad bei der Bibliothek, bei anderen Sachen verbreiter ich natürlich den Nutzung und ich müsste jetzt als Stadt noch mal schauen wo gibt's die meisten Kontakte mit den Bürgern?

00:29:15: Und kann ich die auch über dieses Instrument nochmal erleichtern verbessern positiv aufladen.

00:29:21: bisher kam da Citygutschein quasi monostrukturiert so übers Einkaufen.

00:29:26: Und da würde ich überlegen, gibt es andere Lebensbereiche wo ich eigentlich schon viele Kontakte habe aber keine Instrumente dazwischen hab.

00:29:33: Wo ich dann darüber nochmal die Bürger an dieses Instrument ranführe über vielleicht eine andere Funktion.

00:29:39: und jetzt dass der Freibadbesuch ist ob das Features sind für Vereine oder wie auch immer und damit halt dieses Instrumental was ja ne lokale Bindung erzeugt im weitesten Sinne vielleicht auch eine lokale Identität, in jedem Fall die Besuchs-Häufigkeit verstärkt.

00:29:56: Dann eben da nochmal dieses Potenzial wie du sagst einfach Ausschöpfe und Nutzen.

00:30:03: Ja spannend.

00:30:04: noch mal zu der Nutzung vor Ort.

00:30:06: Noch einmal letzte Frage wenn Du jetzt oder in der Studie habe ich gesehen gutes Sechzig Prozent wünschen sich eine Mischung aus lokalen Geschäften und vieler Listen Wie bringt man denn da dann ein breites Netzwerk zustande, wenn einzelne Händler darin vielleicht sogar vor allem Konkurrenz sehen?

00:30:26: Das muss er sehr überwinden.

00:30:27: Weil der Besten ist die Mode.

00:30:29: dort wo ich zehn Modegeschäfte habe nicht nur eines außer ich hab so einen großen Garhammer Da ist es wieder anders.

00:30:34: aber das ist ja auch so groß weil die Alternativen vielleicht fehlen.

00:30:38: Die Herausforderung ist gerade dass wir... Dass die Filialisten versuchen ja übereigene Kundenkarten und Kundenbindungssysteme direkt an ihre Kunden zu binden.

00:30:48: Also du bekommst nur den Rabatt, wenn du die Aldi oder die E-Karte oder weißt der Kuckuck hast und da muss man denke ich ansetzen bei den Systemen, die auch einen Filialeindruck haben – die Frenscheissysteme zum Beispiel.

00:31:03: das sind ja von lokalen Unternehmen getragen, haben aber eine über regional bekannte Marke.

00:31:09: Da kann man gezielt ansetzen weil da stärker dann der Unternehmer nochmal entscheiden kann vor Ort als ein Filial leider.

00:31:15: Und dann erzeige ich trotzdem diese überregionale Reichweide und habe damit die Lücke gefüllt.

00:31:21: Ich hab nicht nur Locals drin, sondern auch Filialisten international bekannte Marken mit drin.

00:31:27: Da würde ich glaube jetzt erstmal ansetzen weil es da der Weg leichter scheint.

00:31:32: Dann müssen wir halt auch die Filialbetriebe dort wo die City-Karten deutlich und stark sind und die Menschen regelmäßig in den Laden kommen und fragen kann ich die hier mit anwenden?

00:31:44: dass der Druck dann von unten an die Zentralen weitergegeben wird und sagt, wir brauchen das.

00:31:49: Und wenn halt einer anfängt – ich sage mal, wenn ein lokaler Rebehändler, der einen Eigenbetrieb macht gegenüber einer Rebefiliale des Beats, müsste er damit auch einen besseren Erfolg haben?

00:32:00: dass das auch hier so bottom-up rein spielen, weil gerade wie gesagt erlebe ich so, dass jeder Kunde ja, dass er von jedem Betrieb angegangen wird.

00:32:09: Hast du unsere Bonuskarte?

00:32:11: Hast Du unsere Dingskarte und die Zahl der Karten, die wir im Weltbeutel oder die man mit sich führt oder dann in der Wallet, die wird ja begrenzt sein.

00:32:21: Das sind in der Regel mal sprich immer von sechs bis zehn Karten die maximal so in Aktivfunktionen sind Und einen dieser Plätze müssen wir halt besetzen.

00:32:31: Welche Schlussfolgerung würdest du sagen, aus der Studie wäre vielleicht falsch?

00:32:38: Was würdest Du vielleicht Bürgermeisterinnen und Bürgemeistern oder auch Gemeinderäten, Stadträte zum Schluss gerne mitgeben?

00:32:45: was könnte man jetzt aus dieser Studie rausziehen und wie könnte man in Aktion treten?

00:32:51: Falsch wäre, wenn ich als Schlussfolgerin, ja es ist alles gut nur weil wir positiv diese Verbesserung darstellen.

00:32:58: Sondern die Richtung stimmt und wir müssen jetzt in diese Richtung weiterarbeiten.

00:33:02: was haben wir getan in den letzten Jahren?

00:33:04: Wir haben die Themen verbreitet.

00:33:07: Wir haben Akteursgruppen verbreitert.

00:33:09: Es sind mehr partizipativ vorgegangen, wir haben auch hier und mal getestet und nachjustiert.

00:33:15: also das ist nicht sofort die Endlösung die da sein muss aber es muss der Mut der Veränderungen da sein.

00:33:20: Und wenn wir da unsere Bürgerinnen und Bürger mitnehmen, was ja bei den Zitzprogrammen und bei den Sonderprogrammen jetzt möglich war diese breitere Anwendung dann glaube ich sind wir am richtigen Weg aber müssen entschlossen dran bleiben.

00:33:32: Und ich glaube am wichtigsten ist wirklich jetzt dieses Thema Aufenthaltsstressfaktoren.

00:33:37: also sind wir wieder bei den ganz trivialen Toiletten diese Hemmnisse schnell zu beseitigen.

00:33:42: Und die kann man auch wieder in einem Vernehmen mit den Händlern beseidigen, man kann selber was schaffen.

00:33:46: das muss nicht immer die teuerste Lösung sein, muss einfach eine gute Lösung sein und für den Kundenhalt des Gefühles vermitteln ja ich habe es auch gerne dass du lang in der Stadt bist und da müssen wir das Phänomen nutzen was wir auch im Internet erleben.

00:34:00: Die Plattformen wollen die Menschen mit ihren Algorithmen möglichst lange auf ihrer Plattform halten Und das müssen wir mit den Innenstädten auch tun.

00:34:10: Wir müssen unsere Algorithmen, die da heißen schöne Angebote, hohe Auf- und Halsqualität bequemer auf innerhalb möglichst lange in der Stadt halten.

00:34:18: Dann fühlen Sie sich sicher weil sie die Stadt sicher erleben.

00:34:21: dann kaufen sie ein, weil sie hier und da doch mal Hunger haben oder ihnen einfällt dass sie das noch brauchen.

00:34:26: Und dann ist die Stadt auch beliebt denn wie länger die Menschen in der Städte sind, desto mehr sind es ja über die Zeit.

00:34:34: Dass der Höhe ist ja auch diese Grundfrequenz und dieses Frequenz empfinden.

00:34:36: Wenn jeder nur fünf Minuten durchläuft oder jede Stunde drin bleibt, habe ich ein ganz anderes Stadtgefühl und ich glaube da müssen wir ran.

00:34:42: Und wenn wir das noch aufladen mit dem innerstädtischen Wohnen dass du aus der Haustür in die City fällst dann glaube ich sind wir dann ganz gut dabei.

00:34:51: Ja Roland vielen Dank für das Gespräch und für die Einblicke in die Deutschlandstudie Innenstadt.

00:34:57: Die Zahlen machen Mut!

00:34:58: Die Menschen bewerten ihre Innenstädte wieder besser und berichten von häufigeren Besuchen.

00:35:03: Zugleich zeigen Sie, wie viel im Alltag zusammenkommen muss damit eine Mitte funktioniert.

00:35:09: Gute Angebote für lässliche Wege und Orte an denen man sich gerne auffällt.

00:35:13: Für die kommunale Praxis heißt das aus meiner Sicht genau hinschauen Wer kommt zu uns?

00:35:18: Wer fehlt Und welche Hürde können wir konkret beseitigen?

00:35:22: Die Deutschlandstudie gibt dafür eine gute Grundlage.

00:35:25: Welche Maßnahmen vor Ort passen müssen wir gemeinsam mit den Menschen in unserer Stadt herausfinden.

00:35:31: Den Link zur Studie findet ihr in den Show-Notes.

00:35:33: Danke euch fürs Zuhören!

00:35:35: Wenn euch die Folge gefallen hat, abonniert den Kommunalpodcast Bayern und empfehlt ihn gerne weiter.

00:35:41: Bis zur nächsten Folge und bleibt kommunal interessiert.

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