Wo sind unsere Einwohner geblieben?
Shownotes
Die Schule ist voll, beim Arzt wartet man auf einen Termin, und beim Bäcker sind die guten Semmeln schon wieder ausverkauft. Trotzdem soll die Gemeinde plötzlich weniger Einwohner haben. Wo sind die denn geblieben?
In dieser Folge des Kommunalpodcasts Bayern gehe ich einer Frage nach, die in vielen Rathäusern für Diskussionen sorgt: Warum kommen das Einwohnermeldeamt und der Zensus auf unterschiedliche Zahlen?
Zum 80. Jahrestag der Volkszählung vom 29. Oktober 1946 schauen wir zunächst zurück. Anschließend erkläre ich Schritt für Schritt, wie heute gezählt wird, was eine Stichprobe leisten kann und warum eine niedrigere Einwohnerzahl nicht automatisch bedeutet, dass Menschen weggezogen sind.
An den Beispielen Freising und Hanau wird deutlich, warum es dabei um mehr als Statistik geht. Wir sprechen über Hanaus Klage gegen das Zensusergebnis, über die Forderung nach nachvollziehbaren Berechnungen und über die Bedeutung der Einwohnerzahl für die bayerischen Schlüsselzuweisungen.
Auch das Rückspielverbot kommt zur Sprache: Warum dürfen personenbezogene Erkenntnisse aus dem Zensus nicht einfach zur Berichtigung einzelner Melderegistereinträge zurückgegeben werden?
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